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Gebackene Aubergine mit Ebly

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Vor ein paar Jahren habe ich Aubergine noch für ein eher langweiliges Gemüse gehalten, aber vor allem durch die Ottolenghi-Kochbücher habe ich entdeckt, wie lecker sie sein kann. Gerade gebackene Aubergine ist super: Das Fruchtfleisch wird schön weich und man kann dann ganz einfach mit Toppings oder Beilagen spielen.

Dieses Rezept ist extrem einfach mit einem Joghurt-Dip und gekochtem Ebly als Beilage. Der kalte Joghurt bringt eine tolle Frische und der Ebly etwas Biss. Ebly ist vorgekochter Weizen, der leicht nussig schmeckt und auch nach dem Kochen noch etwas Biss behält - wenn du ihn nicht findest, kannst du ihn zum Beispiel durch Perlgraupen oder auch Bulgur ersetzen.

Der Joghurt-Dip ist ultra-simpel, aber du kannst dies natürlich auch variieren. Im Ottolenghi-Kochbuch “Genussvoll vegetarisch” gibt es eine Variante mit Joghurt-Buttermilch-Sauce und Granatapfelkernen, die etwas aufwändiger aber sehr lecker ist. Ansonsten mag ich auch die Variante von Smitten Kitchen mit einem Tomaten-Relish.

Als optionales, aber leckeres Topping würde ich Za’atar vorschlagen. Das ist eine orientalische Gewürzmischung, die du entweder fertig kaufen oder auch ganz einfach selber machen kannst: 1 Teil Salz, jeweils 2 Teile getrockneter Oregano, Majoran und Kreuzkümmel, jeweils 4 Teile Sesamsamen, Sumach und Thymian.

Gebackene Aubergine mit Ebly
Frisch aus dem Ofen mit einem Klecks Joghurt: Gebackene Aubergine mit etwas Ebly im Hintergrund.

Rezept #

Gebackene Aubergine mit Ebly

50 Minuten

2 Portionen

Zutaten #

Für die Auberginen:

  • 2 Auberginen (etwa 800-1000 g)
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 80 g Oliven-Öl
  • 1 Prise Thymian
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Pfeffer
  • 1 Prise Chili
  • als Beilage: 100 g Zartweizen (Ebly)

Als Sauce:

  • 150 g Natur-Joghurt
  • 25 g Oliven-Öl
  • 5 g Petersilie
  • 1 Prise Salz
  • optional zum Servieren: 1 TL Za’atar

Zubereitung #

  1. Die Aubergine waschen, die Enden entfernen und dann der Länge nach halbieren. Das Fruchtfleisch auf der Oberfläche jeder Hälfte rautenförmig einschneiden, damit dieses gleich das Öl besser aufnimmt.
  2. Knoblauch schälen und fein würfeln. Die Würfel mit Oliven-Öl, Thymian, Salz, Pfeffer und Chili verrühren. Die Auberginen in eine feuerfeste Form geben und das eingeschnittene Fruchtfleisch der Auberginen mit dem Gewürz-Öl einpinseln. (Falls die Aubergine nicht alles aufnehmen kann, dann behalte etwas Gewürz-Öl zurück und pinsele das Fruchtfleisch erneut nach der Hälfte der Backzeit ein.)
  3. Im Ofen bei rund 200° C (Umluft) für etwa 45 Minuten backen.
  4. Während die Aubergine im Ofen ist, kannst du die Sauce vorbereiten: Natur-Joghurt mit Oliven-Öl, fein geschnittener Petersilie und Salz verrürhren.
  5. In der Zwischenzeit den Zartweizen (Ebly) nach Packungsanweisung zubereiten und warm halten bis die Aubergine fertig ist.
  6. Die Aubergine ist fertig, wenn das Fruchtfleisch deutlich gebräunt und weich ist. Du kannst dies zum Beispiel prüfen, indem du mit einer Gabel hineinstichst.
  7. Zum Servieren eine Auberginen-Hälfte auf einen Teller geben und die Joghurt-Sauce darauf verteilen. Wenn du den Za’atar verwendest, den Joghurt damit bestreuen. Mit dem gekochten Zartweizen (Ebly) anrichten.

CO2-Fußabdruck #

Insgesamt haben zwei Portionen gebackene Aubergine mit Ebly einen geschätzten CO2-Fußabdruck von 1070 g. Damit liegen sie deutlich unter dem Durchschnitt der Emissionen der bisher im Blog veröffentlichten Rezepte und nur ganz knapp oberhalb der besten 25% der Rezepte.

Gerade im Vergleich zu den Referenz-Rezepten mit Fleisch ist die Klima-Bilanz deutlich besser: Im Vergleich zu Spaghetti Bolognese ist der geschätzten CO2-Fußabdruck der gebackenen Aubergine um etwa 72% niedriger. Insgesamt ist die Treibhausgas-Bilanz dieses Rezepts sehr ähnlich zur Bündner Gerstensuppe mit Gemüse oder dem Lime Dal.

Bei den einzelnen Zutaten fällt auf, dass besonders die Aubergine eine sehr gute Treibhausgas-Bilanz hat: Fast 70% des Zutaten-Gewichts, aber nur 15% des geschätzten CO2-Fußabdrucks kommen von der Aubergine. Besonders das Oliven-Öl trägt überproportional zu den Emissionen bei - neben der Verarbeitung der Oliven trägt hier vor allem die häufige Verpackung in Glas-Einweg-Flaschen, die relativ energieaufwändig und schwer sind, bei. Auch der Joghurt (aus Kuhmilch) trägt stärker zum CO2-Fußabdruck als sein Anteil am Zutaten-Gewicht eigentlich erwarten lassen würde.

Wie bei allen Rezepten ist der CO2-Fußabdruck geschätzt und sicher nicht aufs Gramm genau. Wenn du dich dafür interessierst, welche Elemente berücksichtigt sind, welche Annahmen getroffen wurden und welche Schwankungen es gibt, dann hilft dir dieser Artikel weiter.
Die Grafik ist gefiltert auf die Zutaten, die mindestens 1% des Zutaten-Gewichts ausmachen. Unterhalb der Grafik findest du eine Tabelle mit allen Zutaten und ihrem jeweiligen CO2-Fußabdruck.
ZutatCO2-Fußabdruck pro kgCO2-Fußabdruck (in g) für 2 Portionen% der Zutaten% der CO2-Emissionen
Aubergine0,216068%15%
Knoblauch0,410%0%
Oliven-Öl3,22567%24%
Thymian1,120%0%
Salz0,710%0%
Pfeffer1,110%0%
Chili-Pulver1,110%0%
Zartweizen / Ebly1,31329%12%
Joghurt1,725513%24%
Oliven-Öl3,2802%7%
Petersilie1,050%0%
Salz0,710%0%
Za’atar1,130%0%
Aubergine backen15014%
Ebly kochen212%

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