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Tofu Matar: Curry mit Tomaten, Tofu und Erbsen

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Eigentlich hatte ich geplant, ein Curry mit Tomaten, Paneer und Erbsen (Matar Paneer) zu kochen - aber seit Wochen ist es ein Ding der Unmöglichkeit, Paneer im Supermarkt zu finden. Sei’s drum, Planänderung, Tofu to the rescue. 🤷

Natur-Tofu schmeckt nach sehr wenig, aber wenn man ihn zuvor (idealerweise über Nacht) mariniert gewinnt er etwas an Geschmack. Bei der Marinade kannst du natürlich kreativ werden: Ich finde indische Gewürze und die salzige Note der Soja-Sauce eine gelungene Kombination, aber natürlich kannst du das flexibel anpassen und zum Beispiel Kardamom verwenden. Wenn es ganz schnell gehen muss, kannst du auch Tofu mit Eigengeschmack verwenden - in Läden findest du zum Beispiel oft Räuchertofu oder auch Tofu, der mit zum Beispiel Kurkuma aromatisiert wurde.

Abgesehen von der Vorbereitung für das Einlegen des Tofus ist das Curry eine schnelle Geschichte. Auf den ersten Blick erscheint das Pürieren vielleicht etwas überflüssig, aber es hilft, dass sich die einzelnen Zutaten und Geschmäcker besser verbinden. Insgesamt solltest du bei indischen Currys nicht an den Gewürzen sparen: Wenn du denkst, es ist jetzt genug, dann nimm ruhig noch eine Prise mehr…

Das Rezept basiert lose auf dem Punjabi Matar Paneer von “German Abendbrot”.

Tofu Matar: Curry mit Tomaten, Tofu und Erbsen
Tofu Matar: Curry mit Tomaten, Tofu und Erbsen

Rezept #

Tofu Matar - Curry mit Tofu und Erbsen in Tomaten-Sauce

40 Minuten

2 Portionen

Zutaten #

Für das Tofu

  • 200 g Tofu
  • 1 EL Öl
  • 2 EL Soja-Sauce
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Paprika
  • 1/2 TL Chili-Pulver

Für das Curry

  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 20 g Ingwer
  • 2+2 EL Öl
  • 1 TL Cumin / Kreuzkümmel
  • 300 g Dosen-Tomaten (etwa 3/4 einer Dose)
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1 TL Chili-Pulver
  • 1 TL Koriander
  • 150 g Erbsen
  • 1 TL Garam Masala
  • 2 TL Salz
  • 5 g Koriander (frisch)
  • als Beilage: 120 g Reis

Zubereitung #

  1. Das Tofu in Würfel schneiden und mit Öl, Soja-Sauce und Gewürzen in einer Dose mit Deckel marinieren - mindestens 2 Stunden, besser über Nacht.
  2. Die Zwiebel, den Knoblauch und den Ingwer schälen und jeweils fein würfeln.
  3. Das Öl in einem kleinen Topf erhitzen, dann das Cumin zugeben und etwa 1 Minute anbraten lassen.
  4. Nun auch die Zwiebel-, Knoblauch- und Ingwer-Würfel in den Topf geben und auf mittlerer Hitze anbraten lassen, bis die Zwiebel glasig ist. Dann mit den Dosen-Tomaten ablöschen und kurz einkochen lassen. Die Herdplatte ausschalten und mit einem Pürierstab pürieren.
  5. Den Reis kochen: Reis waschen und mit der doppelten Menge Wasser sowie etwas Salz für etwa eine Viertelstunde kochen, bis das Wasser aufgesogen ist.
  6. In einem großen Topf Öl erhitzen und den Kurkuma, das Chili-Pulver und den Koriander darin kurz anbraten. Mit der Tomaten-Zwiebel-Knoblauch-Ingwer-Mischung ablöschen und auf mittlerer Hitze etwas einkochen lassen. Die Erbsen sowie das marinierte Tofu hinzugeben und alles noch einmal für rund 5 Minuten weiter köcheln. Mit Garam Masala und Salz abschmecken.
  7. Den Koriander waschen und grob schneiden. Reis mit Curry und Koriander servieren.

CO2-Fußabdruck #

Insgesamt haben zwei Portionen Tofu Matar einen geschätzten CO2-Fußabdruck von 1603 g. Damit liegt das Gericht genau im Median der bisher erschienenen Rezepte: Die Hälfte der Rezepte hat eine bessere Klima-Bilanz, die andere Hälfte verursacht höhere CO2-Emissionen.

Im Vergleich mit anderen Currys liegt Tofu Matar ebenfalls in der Mitte: Es hat eine schlechtere Treibhausgas-Bilanz als Lime Dal (1003 g, -37%), aber erzeugt weniger Emissionen als Palak Paneer (2163 g, +35%)

Bei den einzelnen Zutaten fällt vor allem der Reis auf: Reis wird typischerweise auf Reis-Terrassen angebaut, die in regelmäßigen Abständen unter Wasser gesetzt werden. Dabei verfaulen Stoffe im Boden, die Methan freisetzen - und leider hat Methan eine relativ starke Auswirkung auf das Klima (Quelle). Es gibt zwar Versuche, Reis nachhaltiger anzubauen und weniger Methan freizusetzen, aber dies sind tatsächlich vor allem Experimente und betriffen nur einen Bruchteil der Anbaufläche Quelle.

Wie bei allen Rezepten ist der CO2-Fußabdruck geschätzt und sicher nicht aufs Gramm genau. Wenn du dich dafür interessierst, welche Elemente berücksichtigt sind, welche Annahmen getroffen wurden und welche Schwankungen es gibt, dann hilft dir dieser Artikel weiter.
Die Grafik ist gefiltert auf die Zutaten, die mindestens 1% des Zutaten-Gewichts ausmachen. Unterhalb der Grafik findest du eine Tabelle mit allen Zutaten und ihrem jeweiligen CO2-Fußabdruck.
ZutatCO2-Fußabdruck pro kgCO2-Fußabdruck (in g) für 2 Portionen% der Zutaten% der CO2-Emissionen
Tofu1,020020%12%
Öl3,2321%2%
Soja-Sauce1,2242%1%
Kurkuma0,510%0%
Paprika-Pulver1,120%0%
Chili-Pulver1,120%0%
Zwiebel0,2168%1%
Knoblauch0,531%0%
Ingwer0,592%1%
Öl3,21284%8%
Cumin1,150%0%
Dosen-Tomaten1,854031%34%
Kurkuma1,120%0%
Koriander1,150%0%
Erbsen1,218015%11%
Garam Masala0,520%0%
Salz0,741%0%
Koriander1,161%0%
Reis3,137212%23%
Curry kochen #1201%
Curry kochen #2262%
Reis kochen252%

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